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Trade Republic Mockup DE

Trade Republic Highlights

  • Unkomplizierter Neobroker mit niedrigen Gebühren.
  • Handel über LS Exchange.
  • Breites Angebot an Aktien und ETFs.
  • Sparpläne ab 10€.
  • Optimal für Einsteiger.
Erfahrungen
Zum Anbieter

4,3 / 5

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Trade Republic Logo
Trade Republic gehört zu den „Neobrokern“ und versteht sich selbst als FinTech, das alles anders macht. Der Kern des Angebots: Ein bahnbrechendes Preismodell ohne Ordergebühren mit lediglich 1 EUR Fremdkostenpauschale pro Trade. Sparpläne auf tausende Aktien und ETFs gibt es ab 10 EUR pro Sparrate. Trader können zusätzlich Kryptowährungen und ca. 300.000 Derivate handeln. Wir haben für diesen Trade Republic Test ein Konto bei dem Broker eröffnet und uns ganz genau umgesehen.

Game Changer und Neobroker im Portrait: Was ist Trade Republic?

Trade Republic wurde im Jahr 2015 durch Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri gegründet. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „FinTech mit Banklizenz“ und will jedermann das Sparen, Investieren und Handeln am Kapitalmarkt zu niedrigen Kosten ermöglichen.

Online-Broker Trade Republic
Bank  Trade Republic Bank GmbH
Gründung  2015
Adresse Kastanienallee 32, 10435 Berlin
Regulierung und Aufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Bundesbank
Einlagensicherung Bis zu 100.000 Euro
Service Telefon (+49 30 5490 6310), E-Mail ([email protected])
Handelsoptionen Aktien, Derivate, ETFs und Krypto

Es ist kein Geheimnis, dass Trade Republic Anfänger adressiert. Das Unternehmen beschreibt seine Mission als „Demokratisierung des Kapitalmarktes“. In Zeit von Niedrigzins, steigenden Inflationsraten und wachsender Rentenlücke sollte nach Ansicht der Gründer jeder die Möglichkeit haben, am Kapitalmarkt zu partizipieren.
Deshalb habe das Unternehmen ein einfaches Produkt entwickelt, mit dem alle Anleger sicher Geld investieren könnten. Wertpapierhandel, so die Überzeugung der Gründer, gehöre auf das Smartphone und Provisionen zur Vergangenheit.
Durch den Einsatz moderner Technologien will Trade Republic Kosten einsparen und den Komfort der Kunden verbessern. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist nach Ansicht der Gründer ein disruptives Geschäftsmodell: Der mobile und provisionsfreie Wertpapierhandel für lediglich 1 EUR Fremdkostenpauschale pro Trade.
Ein Blick auf die Liste der Investoren belegt, dass Trade Republic seriös und mit der notwendigen Branchenkenntnis geführt wird. Beteiligt sind u.a. Thrive Capital, Founders Fund, Sequoia und TCV.

Hinweis: Unser Vergleich der besten Broker für Anfänger könnte ebenfalls interessant sein.

Lizenzen und Einlagensicherung

Die Trade Republic Bank GmbH verfügt über eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Wertpapierhandelsbank. Die Aufsicht über den Broker übernehmen BaFin und Bundesbank.
Da Trade Republic kein Einlagengeschäft betreibt, werden die Kundengelder auf Treuhandsammelkonten bei anderen Banken angelegt. Dabei handelt es sich um Deutsche Bank, Solaris Bank und Citigroup Europe.
Alle drei Banken sind an die gesetzliche Einlagensicherung gemäß EU Standards angeschlossen. Bei Deutsche Bank und Solaris Bank handelt es sich um die deutsche gesetzliche Einlagensicherung. Die Citigroup Europe ist an die gesetzliche Anlegerentschädigungseinrichtung in Irland angebunden.
Durch diese Konstruktion bietet Trade Republic Sicherheit für die Kundengelder. Bei welcher der drei Banken das Geld verwahrt wird, erfahren Anleger durch eine Information in der Postbox direkt nach der Kontoeröffnung.

Besonderheiten: Trade Republic setzt auf alternative Handelsplätze

Trade Republic bietet ein besonderes Gebührenmodell mit sehr niedrigen Handelskosten an. Dies ist auch deshalb möglich, weil der Broker auf alternative Handelsplätze setzt.
Kunden können generell nicht wählen, an welcher Börse eine Order ausgeführt wird. Stattdessen werden Aktien- und ETF Orders in aller Regel an das Handelssystem LS Exchange weitergeleitet. Dieses wird durch die Börse Hamburg betrieben. Als Ersatzhandelsplatz – etwa im Fall von technischen Problemen bei LS Exchange – dient Tradegate.
Derivate werden ausschließlich außerbörslich direkt mit Emittenten gehandelt. Kryptowährungen werden über die Bankhaus Scheich Wertpapierspezialist AG gehandelt.
Was gibt es über LS Exchange zu wissen? Es gibt eine börsliche Überwachung der Kursqualität. So sind auf der Plattform verschiedene Market Maker aktiv, die laufend Geld- und Briefkurse stellen. Dadurch wird zum Teil eine Spread Bindung an Xetra als Referenzmarkt erreicht.
Diese Bindung an den Spread der Referenzbörse Xetra steht mancher Trade Republic Kritik entgegen. Kritiker monieren häufig, Kunden müssten beim Handel über alternative Handelsplätze wie LS Exchange die optisch niedrigen Gebühren durch breitere Spreads bezahlen.
In besonderen Marktsituationen können diese Market Maker allerdings von ihren Handelsgarantien befreit werden. Ein wichtiger Market Medica der LS Exchange ist die LS Tradecenter AG.
Ein Pluspunkt für die Trade Republic Bewertung vor allem im Hinblick auf US Aktien: Die Handelszeiten sind recht großzügig bemessen. Aktien und ETFs können börsentäglich von 7.30-23 Uhr, Derivate von 8:00 bis 22:00 Uhr gehandelt werden.
Die LS Exchange gibt es seit 2016. Der Handelsplatz wurde durch den Düsseldorfer Makler Lang & Schwarz gegründet und ist auf Privatanleger ausgerichtet.

Das Handelsangebot: Aktien, ETFs und Krypto

Was ist bei Trade Republic handelbar? Im Angebot sind:

  • Ca. 7500 Aktien
  • Ca. 1500 ETFs
  • 28 Kryptowährungen
  • Ca. 300.000 Derivate

Die Zahl der handelbaren Aktien wird dem Broker zufolge regelmäßig erweitert – insbesondere durch Neuemissionen. Erfolgt eine Listung neuer Aktien bei LS Exchange, sind die Titel auch bei dem Broker handelbar.
Bei beiden handelt Indexfonds (ETFs) gilt dies nicht. Hier sind nicht alle bei Lang & Schwarz handelbaren ETFs im Angebot. Trade Republic beschränkt den Handel auf ETFs der Fondsgesellschaften iShares, Amundi, Lyxor, Wisdom Tree und Xtrackers.
Der Derivatehandel umfasst Optionsscheine, Faktorzertifikate sowie Knockout Produkte. Diese gibt es auf Indices, einzelne Aktien, Währungen und Rohstoffe. Handelbar sind ausschließlich Produkte der Emittenten HSBC, Citi und Société Générale.

Handelsangebot Übersicht bei Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Blick ins Preisverzeichnis: Die Trade Republic Gebühren

Das Gebührenmodell des Brokers ist bemerkenswert: Im Handel fällt tatsächlich keine Orderprovision an. Dies ist durch die Kooperation mit LS Exchange möglich. Trade Republic belastet lediglich eine Fremdkostenpauschale in Höhe von 1 EUR pro Trade – ausgenommen Sparpläne.

Bei taggleichen Teilausführungen wird die Kostenpauschale nur einmal berechnet. Die Gebühr gilt unabhängig davon, welches Wertpapier gehandelt wird. Es gibt keine Unterscheidung zwischen deutschen und ausländischen Aktien.

Sparplänekäufe in ETFs und Aktien sind gebührenfrei. Das gilt auch für die Depotführung und das Verrechnungskonto. Auch Dividendenzahlungen, ETF Ausschüttungen sowie Depotauszüge und Jahressteuerbescheinigung und sind kostenlos. Die wichtigsten Leistungen und Preise im Überblick:

  • Depotführung: Kostenlos
  • Verrechnungskonto: Kostenlos
  • Dividendenzahlungen/ETF Ausschüttungen: Kostenlos
  • Depotauszüge, Jahressteuerbescheinigung: Kostenlos
  • Sparplankauf ETF/Aktien: Kostenlos
  • Orderprovision: Kostenlos
  • Fremdkostenpauschale: 1 EUR je Trade ausgenommen Sparpläne

Zusätzliche Gebühren fallen nur in besonderen Fällen und dann insbesondere auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden hin. Dies gilt etwa für postalische Auftragserteilungen (25 EUR), freiwillige Saldenbestätigungen (25 EUR) oder die Anmeldung zu einer Hauptversammlung (25 EUR). Für das Zurücksetzen des Kontos mittels Videoident Verfahren fallen 5 EUR an. 2 EUR kostet die Eintragung bei Namensaktien.

Damit bietet Trade Republic im Online – Broker Vergleich mit der Konkurrenz ein ausgesprochen günstiges Angebot.

Sparplanangebot: Gebührenfrei sparen ab 10 EUR

Trade Republic bietet ein überdurchschnittliches Sparplanangebot. Eine Besonderheit: Sparpläne können bereits für Sparraten ab 10 EUR eingerichtet werden. Bei Kryptowährungen beläuft sich die Mindestsparrate auf 30 EUR. Sparpläne können jederzeit abgeändert oder gelöscht werden.
Die Einrichtung eines Sparplans ist dabei sehr einfach. Anleger rufen einen Basiswert auf und klicken auf den entsprechenden Button. Anschließend werden Ausführungsintervall, Ausführungstermin und Sparrate gewählt. Die Sparpläne können zweimal monatlich, monatlich und quartalsweise ausgeführt werden.
Die Ausführung von Sparplänen erfolgt am 02. und 16. des Monats bzw. am darauffolgenden Handelstag zu Xetra Handelszeiten. Die Ausführung zu den Xetra Öffnungszeiten garantiert der Broker. Sparpläne in US Aktien werden ausgeführt, wenn Xetra und die US Börsen gleichzeitig geöffnet sind.

Darstellung zeigt wie man Sparpläne bei Trade Republic abschließt.

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Trade Republic Krypto Test: Blick auf die Details

Wie genau wird das Angebot im Bereich Kryptowährungen bei Trade Republic umgesetzt? Hier lohnt sich ein Blick aufs Detail.
Wer über Trade Republic Kryptowährungen kauft, kauft tatsächlich echte Coins. Es handelt sich nicht um CFDs. Deutlich wird dies am Kryptoverwahrvertrag, der Bestandteil der Vertragsunterlagen ist. Als Kryptoverwahrer fungiert die BitGo Deutschland GmbH, die im Auftrag von Trade Republic agiert. Kunden bezahlen für die Verwahrung der Kryptowährungen kein zusätzliches Entgelt.
Die über Trade Republic handelbaren Kryptowährungen können nicht ausgeliefert auch nicht an eine andere Wallet übertragen werden. Die Möglichkeiten der Plattform beschränken sich auf den Kauf und Verkauf.
Es gibt jedoch in § 3 Abs. 7 des Verwahrvertrags eine Ausnahme von dieser Regel. Im Fall eines außergewöhnlichen Lieferszenarios können Kunden die Lieferung an eine andere Wallet verlangen. Ein solches außergewöhnliches Lieferszenario könnte zum Beispiel in einer behördlichen Anordnung gegenüber dem Kryptoverwahrer bestehen.

Kontoeröffnung und Einzahlung: Unsere Trade Republic Erfahrung

Die Depoteröffnung bei Trade Republic geht recht schnell von statten und startet in der Regel mit der Installation der mobilen App. Der Zugang zur Plattform ist später auch (webbasiert und ohne Download) via Desktop möglich. Wir haben für unseren Trade Republic App Test die Android Version genutzt. Die App ist knapp 20 MB groß und wurde von den Anwendern mit durchschnittlich 4,0 Sternen bewertet. Eine Auswahl aus unterschiedlichen Depotmodellen gibt es bei Trade Republic nicht.
Zur Kontoeröffnung werden zunächst E-Mail-Adresse und eine Mobilfunknummer bestätigt und anschließend eine PIN festgelegt. Danach sind persönliche Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum etc.) anzugeben.
Die gesetzlich vorgeschriebene Identifikation erfolgt mittels Videoident Verfahren. Trade Republic kooperiert dabei mit dem Dienstleister Web ID Solutions GmbH. Im Anschluss an das Videoident Verfahren müssen Neukunden die KYC-Fragen zu Ihren bisherigen Handelserfahrung an beantworten.
Dies ist mit ca. drei Klicks auf zutreffende Aussagen erledigt. Grundsätzlich können auch Einsteiger ohne Handelserfahrung mit Trade Republic Erfahrungen machen. In diesem Fall müssen jedoch zusätzliche Risikohinweise und Belehrungen zur Kenntnis genommen werden.
Eine kleine Überraschung: Trotz des Videoident Verfahrens ist das Konto zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig eröffnet. Trade Republic verlangt den Upload eines Adressnachweises – zum Beispiel der Rückseite des Personalausweises.
Dieser Adressnachweis wird offenbar manuell bearbeitet. Jedenfalls ist das Depot nicht sofort nach dem Upload freigeschaltet. Vielmehr folgt der Hinweis, dass der Prozess in Bearbeitung sei. In unserem Fall dauerte es weniger als 24 Stunden bis zur endgültigen Freischaltung des Depots. Innerhalb von drei Monaten nach der Depoteröffnung müssen Kunden ihre steuerliche Identifikationsnummer angeben.

Zahlungen und Neukundenaktion

Einzahlungen sind bereits vorher mittels Kreditkarte oder Banküberweisung möglich. Bei Einzahlungen mit Kreditkarte erfolgt die Gutschrift auf dem Verrechnungskonto sofort. Es gibt keine Gebühren für Einzahlungen und Auszahlungen.
Ein Tipp: Häufig gibt es Neukundenaktionen wie zum Beispiel Gratisaktien. Dies erfordern zumeist eine Mindesteinzahlung von z.B. 100 EUR innerhalb einer bestimmten Frist. Abgesehen von solchen Neukundenaktionen gibt es bei Trade Republic jedoch keine Mindesteinzahlung.
Für die Neukundenaktionen gibt es eigene Bedingungen. Dort sind drei verschiedene Arten von Aktion genannt.
Bei der Gratisaktienpromotion erhalten Neukunden aus einem bestimmten Pool von Aktien zufällig ausgewählte Titel oder Bruchteile davon mit einem Wert von 5-200 EUR. Eine ähnliche Aktion gibt es auch mit einem Aktionscode – dann bezieht sich der Wert der Prämie von 5-200 EUR auf Aktien oder ETFs. Eine weitere Aktion sieht die Gutschrift von Kryptowährungen im Wert von 5-200 EUR vor. Wir haben bei unserem Test von Trade Republic 0.0105 Tesla Aktien erhalten. Wann bucht Trade Republic diese ein? Bei uns war dies am ersten Börsentag nach der Depoteröffnung der Fall.
Auszahlungen erfolgen zugunsten eines im Kontoeröffnungsantrag festgelegten Referenzkontos. Dieses lässt sich ausschließlich in der App (nicht am Desktop) ändern. Dies gilt auch für Veränderungen der steuerlichen Daten wie zum Beispiel die Übermittlung der Steuer ID und die Einrichtung eines Freistellungsauftrags.
Über das Auszahlungskonto wird auch eine PUK mitgeteilt – als Verwendungszweck in einer Cent-Überweisung.

Trade Republic Promotion bei Registrierung

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Trade Republic im Praxistest

Wir haben für diesen Trade Republic Test ein Handelskonto bei dem Broker eröffnet, die Verifizierung durchlaufen und Geld eingezahlt. Für den Praxistest haben wir danach einige weitere Aspekte unter die Lupe genommen:

  • Charts und Wertpapierinformationen
  • Verfügbare Ordertypen
  • Ablauf einer Order
  • Benutzeroberfläche (Desktop und App)

Plattform und App im Trade Republic Test: Charts und Analysen

Trade Republic will seiner eigenen Philosophie zufolge den Handel möglichst einfach und mobilfähig gestalten. In diesem Zusammenhang ist auch die Ausstattung der Plattform zu sehen: Bestimmte Anforderungen wurden auf ihren wesentlichen Kern konzentriert.
So gibt es etwa nur sehr einfache Liniencharts. Diese reichen bis zu fünf Jahre zurück. Andere Chartvarianten, Indikatoren, unterschiedliche Periodizitäten (zum Beispiel Stundencharts) etc. gibt es nicht. Auch Zeichenwerkzeuge wie Trendlinien, Fibonacci Retracements etc. stehen nicht zur Verfügung.
Dies kommt allen Anlegern entgegen, die derlei Werkzeuge ohnehin nicht verwenden und stattdessen kurze Ladezeiten und eine übersichtliche Nutzeroberfläche zu schätzen wissen.

Portfolio-Darstellungen bei Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Zu allen Wertpapieren gibt es eine Reihe von Basisinformationen wie Marktkapitalisierung, Beta, KGV und Dividendenrendite. Auch Analystenbewertungen sowie anstehende Ereignisse (zum Beispiel Bilanzpressekonferenzen) sind in den Stammdaten vermerkt. Wer über Trade Republic Optionen handeln möchte, findet unter jedem Wertpapier Hinweise auf Derivate.

Analysenbewertung bei Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Wer sich von Trade Republic Tipps zur künftigen Marktentwicklung erhofft, wird enttäuscht. Der Broker bietet keinerlei Beratung an – execution only lautet das Motto.

Verfügbare Ordertypen

Zur Philosophie von Trade Republic gehört eine auf das Wesentliche beschränkte Handelsplattform. Dies macht sich auch bei den Ordertypen bemerkbar: Es gibt lediglich Market-, Limit- und Stop Orders. Limit- und Stop Orders können mit der Gültigkeit von einem Tag und einem Jahr aufgegeben werden. Die Auswahl des Ordertyps erfolgt direkt im Orderticket.

Darstellung der Orderoptionen in der App

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Die Aufgabe einer Order ist spielend einfach. Anleger können über die Suchfunktion das gewünschte Wertpapier suchen, das daraufhin als Chart erscheinen. Rechts der Charts befindet sich das Orderticket. Hier wird die Anzahl der gewünschten Wertpapiere und gegebenenfalls der Ordertyp ausgewählt. Das Ticket zeigt bei einer Market Order sofort den indikativen Marktpreis an.

Darstellung der Kaufüberprüfung bei Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Nach einem Klick auf „Order überprüfen“ erscheint eine Zusammenfassung mit einem verbindlichen Button. Hier ist auch ein Link zur Kosteninformation zu sehen. Mit einem Klick auf „Kaufen“ wird die Order bei Lang & Schwarz platziert.

Darstellung der Kaufabwicklung Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Trade Republic reserviert neben dem indikativen Betrag auch einen Sicherheitszuschlag. Wer eine Limit Order erteilt, umgeht diesen Sicherheitszuschlag.
Nach dem erfolgreichen Absenden eine erscheint eine Bestätigung über die Platzierung. Direkt danach befindet sich das gekaufte Wertpapier im Portfolio.

Darstellung der Kaufbestätigung bei Trade Republic

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Such- und Filterfunktionen

Gut gelungen ist die Such- und Sortierebene der Plattform. Anleger können durch freie Suchfunktionen, Kategorien und weitere Filter recht schnell durch das Wertpapieruniversum navigieren.
So können Anwender bei Aktien zum Beispiel nach Sektoren, Ländern und Indices filtern. Mit dem Indexfilter lassen sich mit einem Klick alle Aktien anzeigen, die zum Beispiel im Dow Jones, CAC40 oder Nikkei enthalten und über den Broker handelbar sind.
Sehr interessant ist der Sektorenfilter. Hier ist es zum Beispiel möglich, gezielt nach Aktien aus bestimmten Branchen zu suchen. Gesundheit & Medizin, Banken & Finanzen sowie Biotech sind ebenso mit dabei wie Alkohol & Tabak, Internet & Software etc. Insgesamt gibt es mehrere dutzend wählbare Sektoren.

Darstellung der Filteroptionen in Trade Republic App

Quelle: Screenshot www.traderepublic.com

Such- und Filtermöglichkeiten stehen nicht nur für Aktien, sondern auch für ETFs und Derivate zur Verfügung. Für Kryptowährungen gibt es diese Möglichkeit bislang nicht.

Mobile App und Desktop

Die Plattform ist übersichtlich und auf die mobile Nutzung ausgelegt. Dies ist mit iOS und Android Apps möglich. Außerdem gibt es eine Web App, die sich auch am Desktop nutzen lässt. Wer diese nutzt, benötigt jedoch trotzdem eine mobile App. Der Grund: Spätestens nach dem ersten Time-out verlangt Trade Republic die erneute Eingabe der PIN zum Login und zusätzlich die Eingabe einer an die App versendeten TAN.
Die Bedienung der Plattform ist sehr einfach und auch für Einsteiger problemlos möglich. Es gibt wenige Menüpunkte, die allesamt nicht allzu weit in die Tiefe reichen.

Trade Republic im Vergleich: Welche Alternativen gibt es?

Gibt es Trade Republic Alternativen? Insbesondere andere Neobroker mit einer ähnlichen Ausrichtung kommen in Betracht. Ein Beispiel dafür ist Smartbroker. Smartbroker gehört wallstreet:online Capital AG mit Sitz in Berlin.
Zum Angebot gehören kostenlose Depotführung und kostenlose Orders in Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs am Handelsplatz gettex ab 500 EUR Ordervolumen. Bei Lang & Schwarz können Smartbroker Kunden ab 500 EUR Ordervolumen für 1 EUR pro Trade handeln.
Bei Smartbroker ist also ebenso wie bei Trade Republic der sehr günstige Handel über alternative Börsenplätze möglich – jedoch erst ab 500 EUR. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über die traditionellen Börsen (darunter rund zwei dutzend ausländische Börsenplätze) zu handeln. Hier fallen allerdings deutlich höhere Gebühren an.

Die Bewertung: Unser Trade Republic Fazit

Trade Republic ist ein bemerkenswertes Angebot gelungen. Der Neobroker mit FinTech Charakter spricht Anleger an, die vor allem einfach und zu niedrigen, transparenten Gebühren handeln möchten.
Dieses Versprechen wird eingelöst: Über LS Exchange ist gebührenfreier Handel mit lediglich 1 EUR Fremdkostenpauschale möglich. Die Depotführung ist kostenlos, zusätzliche Entgelte fallen in aller Regel nicht an. Gerade für Einsteiger reicht das Sortiment an handelbaren Aktien und ETFs klar aus. Diese Zielgruppe kann auf den Handel an Referenzbörsen ebenso verzichten wie auf dutzende Ordertypen, komplizierte Chartingtools und anspruchsvolle Benutzeroberflächen. Dass Kontoeröffnung und Handel auf Wunsch komplett am Smartphone möglich sind, dürfte für diese Zielgruppe ebenfalls ein klarer Pluspunkt sein.

Häufig gestellte Fragen zu Trade Republic

Über welche Börse wird bei Trade Republic gehandelt?

Aktien und ETFs werden bei Trade Republic über LS Exchange gehandelt. Dabei handelt es sich um eine elektronische Börse, die durch die Börse Hamburg beaufsichtigt wird. An der LS Exchange stellen Market Maker laufend An- und Verkaufskurse. Die Spreads sind an Xetra als Referenzmarkt gebunden, sofern die jeweiligen Wertpapiere dort gehandelt werden. Als Ersatzbörse dient Tradegate – etwa im Fall technischer Störungen an der LS Exchange. Derivate wie Optionsscheine, Faktorzertifikate und KO Zertifikate werden direkt mit dem jeweiligen Emittenten gehandelt. Im Handel mit Kryptowährungen dient das Bankhaus Scheich Wertpapierspezialist AG als Handelspartner.

Wie verdient Trade Republic Geld?

Trade Republic erhält Rückvergütungen seiner Handelspartner wie der LS Exchange sowie den Emittenten im Handel mit Derivaten. Darüber hinaus können Bestandsprovisionen für Wertpapierbestände (etwa im Fall von ETFs) fließen.

Ist Trade Republic ein sicherer Broker?

Ja. Die Trade Republic Bank GmbH verfügt über eine Lizenz als Wertpapierhandelsbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung Aufsicht (BaFin). Die Kundengelder werden auf Treuhandsammelkonten bei anderen Banken verwahrt, da Trade Republic selbst kein Einlagengeschäft betreibt.
Bei diesen Banken handelt es sich um Solaris Bank AG, Citibank Europe PLC und Deutsche Bank AG. Die Kundengelder werden dort getrennt vom Betriebsvermögen aufbewahrt und sind über die jeweilige gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 EUR pro Kunde abgesichert. Im Fall von Solaris Bank AG und Deutsche Bank AG handelt es sich um die deutsche gesetzliche Einlagensicherung, im Fall der Citibank Europe PLC um die gesetzliche Einlagensicherung Irlands.

Welche Ordertypen gibt es bei Trade Republic?

Trade Republic setzt auf einen einfachen Zugang zum Wertpapierhandel. Deshalb gibt es nur drei Ordertypen: Market, Limit und Stop.

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Thorsten Steins

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Die Informationen und der Text in dieser Erklärung/diesem Artikel stellen keine Anlageberatung dar und sind daher rein informativ. Dieser Artikel wurde von Square Media Ltd und/oder Dritten erstellt und es liegt an Ihnen zu sehen, ob er zu Ihrer persönlichen finanziellen Situation passt. Sie sind daher dafür verantwortlich, richtig einzuschätzen, ob die Informationen in diesem Artikel in Bezug auf Ihre eigene finanzielle Situation und Ihre Ziele für Sie angemessen sind.

 

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